KI als Coach

Faszinierend und gruselig: die KI als Coach

Auf LinkedIn ist gerade eine heftige Diskussion im Gange darüber, wie sinnvoll bzw. unsinnig (für manche auch irrsinnig) die Nutzung von KI im Coaching ist. Für mich ist das, was ich davon bisher kenne, faszinierend und gruselig zugleich.

Vorab: Ich verwende KI inzwischen oft und gerne (wenn auch nicht zum Schreiben). Ich lasse mir Routinearbeiten abnehmen und greife auf Spezial-Tools für Aufgaben zurück, die ich nicht so gut und vor allem nicht so schnell hinbekommen würde. Und ich nutze KI zunehmend als Sparringspartner.

Deshalb war ich fasziniert, als ich gestern auf LinkedIn von einer Coachin las, die ChatGPT für sich als Coaching-Gegenüber und auch für ihre Coachingklient*innen einsetzt. Sie stellt ihren Klient*innen sogar eigene KI-Coaches zur Verfügung, damit sie unabhängig von ihr an ihren Themen dranbleiben können.

Die Kritik, die da schon von einigen LinkedIn-Usern kam, konnte ich nur zum Teil nachvollziehen. Dann war sie so mutig, einen Ausschnitt aus einem (fiktiven) Coachingprotokoll zu veröffentlichen, in dem ChatGPT sie in einer für sie stressigen Situation unterstützen sollte.

Ich möchte das Coaching-Beispiel hier nicht zitieren, weil auch der Kontext relevant ist: In der Diskussion, die nach der Veröffentlichung entstanden ist, erklärt Birgit Permantier noch einiges rund um das Beispiel. Deshalb hier der Link auf den LinkedIn-Beitrag (ob er ohne LinkedIn-Konto abrufbar ist, kann ich gerade nicht testen). 

KI als Coach

Dann wurde es gruselig

Anfangs fand ich das, was die KI anbietet, spannend. Das könnte bei mir durchaus auch die wohl gewünschte Wirkung haben. Weiterlesen

Die Kunst, in diesen unsicheren Zeiten nicht den Verstand zu verlieren

Sicher, es gab noch schlimmere Zeiten. Aber die Häufung an Katastrophen, die uns in den letzten Jahren heimsuchen, ist erschreckend. Fast noch erschreckender finde ich, dass fast all diese Katastrophen von Menschen ausgelöst oder gemacht sind.

Ob der Krieg in der Ukraine und in Nahost, die immer verheerenderen Wetterereignisse, die zunehmende Irrationalität in der Politik und die Verachtung und der Hass, mit denen „ganz normale“ Menschen ihren Mitmenschen begegnen. Das könnte einen verzweifeln lassen.

Kein Wunder, dass all das bei vielen Unsicherheit und Ängste auslöst und zu (unfreiwilligem) Rückzug und Resignation führt.

Die folgenden 5 Tipps helfen dir und mir, gut durch die unsicheren Zeiten zu kommen und sie aktiv zu gestalten.

1. Ängste und Zweifel sind ganz natürlich

Wir leben in unsicheren Zeiten. Keiner weiß wirklich, wie es politisch und wirtschaftlich weitergehen wird und ob wir es noch schaffen werden, den Klimawandel die Erderwärmung so weit abzumildern, dass die Erde ein lebenswerter Planet für unsere Kinder und Kindeskinder bleibt. Die Wissenschaft führt uns gerade vor Augen, dass sie zu brandneuen Themen nur langsam sichere Erkenntnisse liefern kann, dass das, was gestern noch galt, heute schon wieder überholt sein kann. Das will ich nicht als Kritik an der Wissenschaft an sich missverstanden wissen: In ganz vielen Bereichen liefert uns die Wissenschaft zuverlässige Informationen und Handlungsempfehlungen. Wir müssten nur umsetzen, was sie empfehlen… Weiterlesen

Dein mentaler Notfallkoffer für unsichere Zeiten

Unsichere oder schwierige Zeiten lösen Ängste in uns aus – auch wenn wir diese Ängste manchmal gar nicht (mehr) wahrnehmen. Solche Ängste können uns lähmen. Oder umgekehrt zu hektischer Betriebsamkeit führen.

Oft ist es auch so, dass wir uns und unseren Körper nicht mehr spüren. Es fällt uns schwer, uns zu konzentrieren. Und vielleicht liegen die Nerven blank, sodass wir gereizt auf Kleinigkeiten reagieren.

Bei anderen ist es so, dass sie sehr stark körperlich reagieren. Die Hände oder gleich der ganze Körper zittert, wir haben immer wieder Schweißausbrüche, dann fröstelt es uns, es plagen uns Kopf- oder Bauchschmerzen. Manche spüren auch ein Stechen in der Brust, Enge im Hals oder Schmerzen in den Schultern und im Nacken.

All das hat zur Folge, dass wir nur noch eingeschränkt handlungsfähig und entscheidungsfähig sind. Auch unsere Empathiefähigkeit lässt nach.

Was gehört in den mentalen Notfallkoffer?

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Wie Du Stress mit zwei Schreibübungen reduzierst

Die letzten vier Jahre waren für viele ein einziger, nicht enden wollender Ausnahmezustand. Das hat gewaltig an den Nerven gezerrt – und zerrt immer noch. Ob es Existenzängste sind, die Selbstständige, Künstler oder Angestellte plagen. Oder Unverständnis und auch Wut auf „die unfähige“ Regierung (oder umgekehrt auf die destruktive Opposition). Die Unsicherheit, wie es weitergehen wird …

All das belastet unser Herz-Kreislauf-System, sorgt für Daueranspannung, für erhöhten Puls bis hin zu Herzrasen. Das ist nicht gesund, jedenfalls nicht auf Dauer.

Mit den beiden Methoden, die ich dir hier vorstelle, kannst du die Anspannung mit Stift und Papier in wenigen Minuten spürbar senken.

Warum Stift und Papier? Weil allein schon das Schreiben mit der Hand entschleunigt und beruhigt. Solange du dich nicht unter Druck setzt, schön schreiben zu müssen. Das, was du gleich schreiben wirst, bekommst nur du zu sehen. Das muss nicht in Schönschrift und gut leserlich sein.

Die Anspannung aus dem Leib schreiben

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A minute to arrive - Fokussiert

Eine Minute für dich: Wie dir diese Übung hilft, kurz innezuhalten und dich zu sammeln

Kennst du das: Du sitzt in einem Meeting oder führst ein Gespräch mit jemand, bist aber noch nicht wirklich da. Vielleicht bist du in Gedanken noch bei einem Anruf oder einem Erlebnis, das du gerade hattest, oder denkst noch über etwas nach, was du später tun willst. Auf diese Weise bist du nicht präsent und bekommst wahrscheinlich nur zum Teil mit, was dein Gegenüber sagt.

Wir haben unsere Tage oft sehr eng getaktet und hetzen von einem Termin zum nächsten oder haken eine Aufgabe nach der anderen ab. Es gibt schließlich so viel zu tun.

Nur: Damit nehmen wir uns die Möglichkeit, beispielsweise unangenehme Erlebnisse erst einmal zu verdauen oder nach einem ärgerlichen Erlebnis wieder runterzukommen. Umgekehrt geben wir uns oft auch nicht die Zeit, das gute Gefühl zu genießen, dass wir gerade etwas geschafft haben. Auf diese Weise können sich insbesondere negative Emotionen und Anspannung anstauen – wenn wir nicht aufpassen, nehmen wir sie dann von der Arbeit nach Hause mit.

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Bist du in deinem Körper zu Hause?

Was für ein Verhältnis hast du zu deinem Körper? Fühlst du dich wohl in deinem Körper? Rundum wohl oder zumindest in Teilen deines Körpers? Kümmerst du dich liebevoll um ihn? Oder nutzt du ihn im Grunde nur als Träger deines Gehirns? Vielleicht ist dein Körper auch „nur“ ein Panzer, mit dem du dich schützt.

Mit dieser Übung kannst du erforschen, wie du deinen Körper wahrnimmst, und dann (wieder) stärker in Kontakt mit ihm treten. Auch wenn du vielleicht – noch – ein eher zwiespältiges Verhältnis zu deinem Körper hast, kann das eine sehr aufschlussreiche und bereichernde Übung sein.

Körperbild zeichnen

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Anti-Ziele Kopfstand

Die Kraft der Anti-Ziele

Wahrscheinlich hast Du Dir einige Ziele für das neue Jahr gesetzt. Habe ich auch. Zusätzlich setze ich mir auch Anti- oder Nicht-Ziele.

Das sind Aktivitäten, die ich nicht oder nicht mehr tun will. Denn diese Aktivitäten führen zu Resultaten, die ich nicht will. Oder sie führen mich nicht in Richtung meiner Ziele, im schlimmsten Fall halten sie mich davon ab, die wirklich wichtigen Ziele zu erreichen.

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Wie gehst du mit dir selbst um?

Wie gehe ich mit mir selbst um? Oder anders ausgedrückt: Wie gut achte ich auf meine Bedürfnisse – und wie erfülle ich mir meine Bedürfnisse?

Im Alltag geht das allzu oft unter. Da sitzen wir stundenlang angespannt vor dem Laptop, vergessen dabei, etwas zu trinken, uns zu bewegen oder frische Luft ins Zimmer zu lassen. Und gegen das Kopfweh, das sich einstellt, werfen wir eine Tablette ein. Abends klagen wir dann über Rückenschmerzen.

Wie wir es schaffen, uns selbst ein guter Freund, eine gute Freundin zu sein, beschreibe ich in diesem Blogbeitrag.