Impuls: Was nährt dich?

Im Alltag verbringen wir viel Zeit mit Machen, Tun, mit Geben. Wann und wie tankst du auf? Was tut dir gut, wie füllst du deine Batterien wieder auf? Und wovon könntest du mal wieder mehr tun?

Bevor du loslegst

Lies diesen Beitrag nicht einfach nur und leg ihn dann beiseite. Meine Empfehlung: Mach dir schriftlich Notizen, wenn du die folgenden Fragen beantwortest. Das Aufschreiben hilft dir dabei, konkret und klar zu werden. Außerdem hast du dann schwarz auf weiß, was es an Nährendem in deinem Leben gibt.

Falls du jetzt gerade keine Zeit dafür hast: Block dir eine halbe Stunde im Kalender und beschäftige dich dann mit diesen Fragen.

1. Was nährt Dich?

Das kann ganz wortwörtlich Nahrung sein, das können aber auch im übertragenen Sinn Erlebnisse sein, Begegnungen, die Natur, Musik, Tanzen, Sport, Musik … Alles, was dir guttut, bei dem du auftankst. Was ist es bei dir?

2. Nachspüren

Nimm dir ruhig etwas Zeit, genau hinzuspüren: Wie fühlt es sich an? Wo im Körper spürst du, dass dich … nährt?

3. Wie kannst du mehr Nährendes in dein Leben bringen?

Wovon könntest du mehr tun?

Und ganz konkret: Wie holst du dir diese Woche mehr Nährendes in dein Leben? Was genau? Wann, wie, mit wem?

 

Wieso Aufschieben in einen Teufelskreis führt – und was du dagegen tun kannst

Das Aufschieben von unangenehmen Dingen oder von Aufgaben, die wir – sagen wir mal – schwierig finden, ist eine ganz normale Reaktion. Das Aufschieben ist eine Vermeidungsstrategie: Wir schieben etwas auf, um die damit verbundenen unangenehmen Gefühle zu vermeiden. Meist sind das Zweifel oder Ängste, denen wir uns – verständlicherweise – nicht aussetzen wollen.

Das Problem: Die Aufgaben, die wir aufschieben, erledigen sich nicht von alleine. Meistens jedenfalls. Irgendwann müssen wir die Steuererklärung machen, die Präsentation vorbereiten, die Bachelor- oder Master-Arbeit schreiben. Oder eine Entscheidung treffen oder etwas anderes tun, das uns unseren Zielen näher bringt. Weiterlesen

Buchempfehlung: Loslassen – wie du echte emotionale Freiheit gewinnst

Meine Kollegin Heide Liebmann hat kürzlich ein Buch zum Thema Loslassen veröffentlicht, das ich sehr empfehlen kann. Es ist ein kompaktes Mitmach-Buch, in dem Heide 33 Methoden vorstellt, die in bestimmten belastenden Situationen hilfreich sind.

Thematisch gegliedert ist das Buch nach Methoden zu diesen Schwerpunkten:

  • Stress und Anspannung loslassen
  • Erwartungen loslassen
  • Träume loslassen
  • Das alte Selbstbild loslassen
  • Perfektion und Kontrolle loslassen
  • Scham und Schuldgefühle loslassen
  • Trauer und Trennungsschmerz verarbeiten
  • Belastende Erinnerungen loslassen

Die 33 Methoden hat die Autorin nicht neu entwickelt: Es sind erprobte Techniken aus dem Coaching-Werkzeugkasten. Heide erklärt jede Methode klar und nachvollziehbar, sodass man sie gut zum Selbst-Coaching nutzen kann. Praktisch ist auch eine Matrix, die zeigt, für welche Situationen sich welche Methode eignet.

Was mir gefällt

Zum einen die Auswahl der Methoden. Egal, ob man die Methoden für sich selbst nutzt oder bei der Begleitung von Coaching-Klient*innen: Es ist für jeden und für die wichtigsten Situationen was dabei.

Zum anderen schreibt die Autorin erfreulich klar und kommt schnell auf den Punkt.

Für wen ist das Buch geeignet?

Für Menschen, die wirksame Mittel und Wege suchen, mit denen sie aus belastenden Situationen aus eigener Kraft wieder herauskommen.

Zum Buch

Das Buch ist als Taschenbuch und E-Book ist bei Amazon erschienen und leider auch nur dort erhältlich  (kein Affiliate-Link).
Das Taschenbuch hat 158 Seiten und kostet 9,90 Euro, das E-Book ist für 4,99 Euro erhältlich.

Impuls: deine Ressourcen bewusst nutzen

Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, was sie alles können, welche Fähigkeiten und positiven Eigenschaften sie haben. In anderen Worten: welche Ressourcen ihnen zur Verfügung stehen. Das, was uns leicht fällt, was wir gut können, finden wir häufig „ganz normal“, gar nicht erwähnenswert. Dabei sind es genau diese Dinge, die uns dahin gebracht haben, wo wir heute stehen.

Und so lange uns nicht bewusst ist, was wir alles „auf dem Kasten haben“, können wir diese Ressourcen nur eingeschränkt nutzen – und uns damit zeigen.

Und genau darum geht es in diesem Beitrag:

  • Welche Ressourcen ― Fähigkeiten, Eigenschaften – hast du überhaupt?
  • Wie kannst du sie ganz bewusst einsetzen?

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Kaizen statt Perfektion

Jacob und ich hatten keinen guten Start miteinander. Bei einer Abendessenrunde hatte uns eine gemeinsame Freundin nebeneinander platziert und uns so vorgestellt: „Das ist Jacob, der größte Perfektionist, den ich kenne. Und das ist Franz, er hat ein Buch geschrieben, in dem er Perfektionisten beibringt, wie sie endlich ein richtiges Leben führen.“[1]

Ich kam gar nicht dazu, zu sagen, dass in meinem Buch für Perfektionisten nicht steht, wie man ein richtiges Leben führt. Jacob war schneller: „Ich brauche keinen Ratgeber, schon gar keinen, der mir empfiehlt, mich mit halben Sachen zufrieden zu geben. Nur wer perfekt ist, ragt aus der grauen Masse heraus und kann Großartiges leisten. Ich gebe immer 150 Prozent, für alles andere ist mir meine Zeit zu schade.“ Er holte tief Luft und legte nach: „Und überhaupt: Wenn Du im OP-Saal liegst, dann willst Du sicher auch, dass der Chirurg perfekt arbeitet.“

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Wenn Deine Fantasie Dich einschränkt

Wir leben auf zwei Ebenen: auf der Realitätsebene und auf der Fantasieebene. Auf der Realitätsebene sind wir in Kontakt mit unseren Gefühlen und dem, was wir im Inneren und im Außen wahrnehmen. Was wir sehen, hören, spüren, riechen, schmecken und was wir fühlen.

Auf der Fantasieebene interpretieren wir das, was wir wahrnehmen – und unterscheiden oft nicht zwischen der Wahrnehmung und der Fantasie. Da sehen wir jemand, der die Arme vor der Brust verschränkt – und „denken“ sofort, er würde uns ablehnen. Ohne diesen Gedanken zu hinterfragen und ohne unser Gegenüber zu fragen. Dann würden wir vielleicht erfahren, dass es unserem Gegenüber so geht wie einer Frau, die vor einiger Zeit an einem meiner Seminare teilgenommen hatte: Sie saß oft mit verschränkten Armen da, weil ihr so der Rücken weniger weg tat. Oder wir warten tagelang am Telefon und glauben, er oder sie würde sich nicht für uns interessieren – sonst hätte er oder sie doch schon längst angerufen. Und sie bzw. er tut das Gleiche und wartet ebenfalls.

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Meine Reise nach Utopia

Mein neues Buch lädt dazu ein, Schritt für Schritt in ein bewusstes und nachhaltiges Leben zu starten. Es ist ein Mitmachbuch, das die Leser*innen durch ein ganzes Jahr begleitet.

Für jede Woche des Jahres gibt es zwei Doppelseiten:

  • Eine Doppelseite mit Anregungen für umweltbewusstes Verhalten; hinzu kommt einmal im Monat ein Impuls zur persönlichen Entwicklung.
  • Plus eine Doppelseite mit viel Platz zum Reinschreiben oder Zeichnen, auf der man Reflexionen zu einem Thema, Erfahrungen und Notizen festhalten kann.

Entstanden ist das beim oekom Verlag erschienene Journal in Zusammenarbeit mit Utopia.de, der größten Nachhaltigkeitsplattform Deutschlands.

Praktische Tipps für ein nachhaltiges Leben

Die Praxistipps sind thematisch gegliedert (hier nur einige Beispiele):

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Die Besonderheiten von Gestalt-Aufstellungen

„Worin unterscheiden sich Gestalt-Aufstellungen von Familien- oder anderen Aufstellungen?“ Wenn ich eine Frequently-Asked-Questions-Seite einrichten würde, wäre diese Frage ganz oben auf der Liste.

Ich versuche, die Frage erst in einer kurzen und danach in einer ausführlicheren Fassung zu beantworten.

Wichtig dabei: Ich beschreibe meine persönliche Art, Aufstellungen zu leiten. Andere Gestalt-Aufsteller gehen in Nuancen anders vor. Grundsätzlich lassen wir uns aber von unserer Grundhaltung als Gestalttherapeut*innen leiten.

Zu Gestalt-Aufstellungen

Eine Gestalt-Aufstellung ist eine besondere Form der Aufstellung, die von Karin Guhn-Weiß entwickelt wurde (1) und inzwischen von einigen Gestalttherapeut*innen auf der Grundlage des Gestalt-Verständnisses durchgeführt wird. Und genau das führt zu den Unterschieden zu klassischen Familien- und zu systemischen Aufstellungen.

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Wachsen in einer Gruppe

Was ist eine Gestaltgruppe?

Die Gestaltgruppe ist eine Selbsterfahrungsgruppe. Ziel ist, Dich selbst besser kennenzulernen, genauer zu erforschen, was Deine Bedürfnisse und Deine Werte sind, und welche Mechanismen Dich bisher daran hindern, Deine Lebendigkeit voll und ganz zu leben.

Die Gruppe bietet Dir dafür den Rahmen, trägt und unterstützt Dich durch achtungsvolle Rückmeldungen, und bietet Dir die Möglichkeit, das, was Dich in Deinem Wesenskern ausmacht, in Kontakt zu bringen.

Die Gruppe eignet sich für alle,

  • die ihre (vermeintlichen) Grenzen überwinden und Neues wagen wollen,
  • die an den Themen arbeiten wollen, die sie bewegen,
  • die den Austausch in einer Gruppe als wertvolle Ressource für sich entdeckt haben oder entdecken wollen,
  • die neugierig sind und ausprobieren wollen wie es ist, durch die regelmäßige Teilnahme an einer Gruppe Unterstützung zu bekommen.

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Was ist denn mein Ruf?

„Wie weiß ich denn, was mein Ruf ist? Wie finde ich das heraus?“ Fragen dieser Art bekomme ich in letzter Zeit öfter zu hören, seitdem ich verstärkt von der Heldenreise erzähle.

Was Dein Ruf ist, kannst Du ganz leicht entdecken: Hör hin. Hör genau hin. Dein Ruf ist schon da, Du musst ihn nicht erst suchen.

Ich gehe davon aus, dass jeder von uns einen Ruf hat, einen Grund, auf der Welt zu sein. Und ich gehe davon aus, dass jeder seinen Ruf im Innersten auch kennt.

Nur ist es häufig so, dass etwas in uns den Ruf nicht hören will, also bewusst oder unbewusst weghört.

Den Ruf nicht hören wollen – was heißt das?

Wir haben häufig Angst vor den Konsequenzen. Wenn wir den Ruf ernst nehmen, müssten wir etwas ändern in unserem Leben. Das ist verständlicherweise mit Unsicherheit verbunden: „Ich weiß nicht, was passiert, wenn ich …“

Und wir riskieren Konflikte mit unserer Umwelt. „Wenn ich das mache, kriege ich Ärger mit meiner Familie. Das kann ich bei meinen Freunden nicht bringen, dann gehöre ich nicht mehr dazu. Ich kann doch nicht so egoistisch sein.“

Wenn wir etwas ändern in unserem Leben, verlassen wir die Komfortzone. Und das ist unbequem. Wir haben’s uns doch gerade so gut eingerichtet in unserem Leben. „Der Job passt, die Kinder entwickeln sich gut, die Nachbarn sind nett, …“

Und so mancher Ruf macht uns auch Angst – nicht vor den Konsequenzen, sondern vor unserer eigenen Courage. „Ist das nicht viel zu groß gedacht? Was werden die anderen denken? Werden sie denken, dass ich mich übernehme, dass ich überheblich bin, dass ich das nie im Leben schaffe?“

Die Frage ist: Bist Du bereit, die Konsequenzen zu tragen?

Es hat Konsequenzen, wenn Du Deinem Ruf folgst.
Und es hat Konsequenzen, wenn Du ihm nicht folgst.

Schon die Bremer Stadtmusikanten wussten: Wir haben nichts zu verlieren außer unserer Angst.

 

Das Foto stammt von Golda Falk, via Pixabay.
Autor: Franz Grieser