Impuls: Was bereust du?

Kennst du das: Es gibt Dinge in deinem Leben, die du aus heutiger Sicht anders machen würdest als damals? Oder Dinge, die du damals nicht getan hast – worüber du dich heute noch ärgerst?

Impuls 1: Wie würdest du dich heute verhalten?

Such dir eine solche Situation, bei der du dein damaliges Verhalten bereust. Das kann etwas Kleines sein oder etwas Großes, vielleicht auch etwas, was dein Leben möglicherweise entscheidend verändert hätte.

Wie war die Situation? Wie hast du dich verhalten? Wie würdest du dich heute verhalten? Und was hätte das verändert?

Meine Empfehlung: Schreib das Ganze auf.

Impuls 2: Die Gedanken loslassen

Vielleicht kennst du das ja: Wenn wir etwas bereuen, kann daraus eine Gedankenschleife entstehen, die uns nicht mehr loslässt. Wir grübeln und grübeln, und kommen nicht mehr los davon.

Nimm noch einmal die Situation von vorhin: Kannst und willst du sie loslassen?

Wenn ja: Wirf den Zettel, auf den du sie geschrieben hast, weg. Oder lösch die Datei, falls du die Situation am Computer aufgeschrieben hast.

Ins Tun kommen

Wie du nach einer Unterbrechung wieder ins Tun kommst

Vielleicht kennst du das: Es läuft gut, du kommst gut voran, dann gibt es eine Unterbrechung oder Störung ― und schon ist der Schwung weg. Und je länger die Pause dauert ― Stunden, Tage, Wochen ―, desto schwieriger ist es, wieder in den Flow zu kommen.

Von deinem Umfeld kommt der gut gemeinte Rat: Hingefallen? Wieder aufstehen, Staub abklopfen (oder Krone richten), weitermachen.

Wenn das klappt: Wunderbar. Falls das nicht klappt, probiere die folgenden Tipps aus.

Tipp 1: dein Warum

Was ist der Grund, aus dem du dich für das Projekt entschieden hast, das darauf wartet, dass du weiter daran arbeitest?

Was versprichst du dir von dem Projekt?

Was wird anders sein, wenn es abgeschlossen ist?

Spricht irgendetwas dagegen, mit dem Projekt weiterzumachen?

Dann los. Weiterlesen

Ritual zum Jahresabschluss 2020

2020 geht zu Ende. Endlich, gottseidank – so werden viele denken. So schwierig und für manche schmerzhaft das Jahr auch war: Auch in dem beschissenen Jahr gab es das ein oder andere, das positiv war oder das du gut gemeistert hast.

Meine Einladung: Nimm Dir vor Silvester oder am Anfang des neuen Jahres eine Stunde Zeit, um Dir noch einmal vor Augen zu führen, was in diesem Jahr gut gelaufen ist.

Das Ritual zum Jahresabschluss

Mach es Dir auf dem Sofa oder in einem Sessel bequem, und sorge dafür, dass Du die nächste Stunde nicht gestört wirst.

Stell Dir vor, vor Dir ist eine Wäscheleine aufgespannt. Das linke Ende der Leine steht für den 1. Januar 2020, das rechte Ende für den 31. Dezember 2020.

Geh nun in Gedanken das Jahr Monat für Monat durch und such Dir die wichtigsten Ereignissen des Jahres heraus – die positiven ebenso wie negative. Hänge für jedes dieser Ereignisse mit einer imaginären Klammer ein Foto an die Leine.

Nimm Dir dafür Zeit. 20 bis 30 Minuten. Wenn Du länger brauchst, dann brauchst Du länger.

Geh dann wieder in Deiner Vorstellung mit einem leeren Gefäß – zum Beispiel einem imaginären Eimer – die Wäscheleine entlang. Und bleib bei jedem Bild stehen.

Bei den Bildern mit den angenehmen Ereignissen:

Hol Dir diese Ereignisse so lebendig wie möglich zurück.

Schau, was es da zu sehen gibt;
horch, was es zu hören gibt;
rieche, schmecke;
spüre, wie es Dir mit diesem Ereignis geht.

Lass Dir dafür so viel Zeit, wie Du brauchst. Bevor Du weitergehst: Überleg Dir, auf welche Weise Du das Positive dieses Ereignisses ins nächste Jahr mitnehmen kannst.

Vor den Bildern mit den weniger angenehmen Ereignissen

Bleibe hier immer nur kurz stehen. Erinnere Dich kurz an das Ereignis – wirklich nur kurz, es geht nicht darum, noch mal so richtig tief in ein belastendes Ereignis einzutauchen. Halte nun das Gefäß, das Du dabei hast, unter das Foto. Stell Dir vor, wie alle Farben aus dem Foto in das Gefäß laufen.

Wenn Du am Ende der Wäscheleine, also am Ende des Jahres 2020 angekommen bist, blick noch einmal zurück. Genieße noch einmal alles, was positiv war.

Dann öffne Du die Augen. Nimm das Gefäß (aus Deiner Vorstellung) mit den Farben aus den Fotos und schütte es mit Schwung aus. Und dann wirf das Gefäß weit weg.

Spüre nach, wie es Dir jetzt geht.

Und dann schreib Dir alle Dinge aus 2020 auf, für die Du jetzt dankbar bist. Mach das schriftlich – Du wirst sehen: So hast Du mehr davon.

Das Foto stammt von Ashwini Chaudhary (via Unsplash)

Bist du in deinem Körper zu Hause?

Was für ein Verhältnis hast du zu deinem Körper? Fühlst du dich wohl in deinem Körper? Rundum wohl oder zumindest in Teilen deines Körpers? Kümmerst du dich liebevoll um ihn? Oder nutzt du ihn im Grunde nur als Träger deines Kopfes? Vielleicht ist dein Körper auch „nur“ ein Panzer, mit dem du dich schützt.

Mit dieser Übung kannst du erforschen, wie du deinen Körper wahrnimmst, und dann (wieder) stärker in Kontakt mit ihm treten. Auch wenn du vielleicht – noch – ein eher zwiespältiges Verhältnis zu deinem Körper hast, kann das eine sehr aufschlussreiche und bereichernde Übung sein.

Körperbild zeichnen

Falls du einen großen Bogen Packpapier oder etwas Vergleichbares hast (mindestens 1,5 Meter breit und 2 Meter hoch), leg das Papier auf dem Boden aus. Leg dich rücklings auf das Papier und bitte eine zweite Person, mit einem dicken Filzstift deine Konturen zu umfahren. So hast du ein lebensgroßes Körperbild von dir.

Falls du kein Packpapier zur Hand hast, kannst du dir auch mit ein paar DIN-A4-Blättern behelfen. Zeichne auf ein Blatt einen groben Umriss deines Körpers. Der Umriss muss nicht maßstabgerecht und detailgetreu sein. Nutz aber ruhig die gesamte Höhe des Blattes.

In Kontakt mit deinem Körper treten

Häng das Körperbild an die Wand oder leg es auf den Boden.

Schau dir das Bild genau an.

Dann spür in dich hinein. Nimm dir Zeit für jedes Körperteil – dabei kann es helfen, eine Hand jeweils auf den Körperteil zu legen, um damit Kontakt aufzunehmen.

Wie geht es dir mit diesem Körperteil? Welche Gefühle sind damit verbunden? Positive? Negative? Ein neutrales Empfinden? Etwas ganz anderes?

Wie wohl fühlst du dich mit diesem Körperteil? Hast du da vielleicht Schmerzen? Fühlt es sich taub an? Oder vielleicht auch fremd, so als ob „das da“ überhaupt nicht zu dir gehören würde?

Welche Gedanken kommen dir zu diesem Körperteil?

Empfindungen und Gedanken notieren

Schreib diese Gefühle, Empfindungen und Gedanken auf: Wenn du ein körpergroßes Bild hast, schreib direkt in das Bild, dort, wo sich das jeweilige Körperteil befindet.

Wenn Du kleinere Blätter nutzt, leg um das Bild mehrere DIN-A4-Blätter herum und schreibe darauf – verbinde dann die Textblöcke über Linien oder Pfeile mit dem zugehörigen Körperteil.

Ergänze die Notizen im Lauf der nächsten Tage.

Wenn du Lust (und noch Platz auf dem Papier) hast, kannst du Körperteile auch miteinander kommunizieren lassen. Schreib auch das auf.

Mit Abstand betrachtet

Nach ein paar Tagen, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, tritt zwei, drei Schritte zurück und betrachte das Körperbild noch einmal.

Einige Stellen sind wahrscheinlich vollgeschrieben, während an anderen wenig oder gar nichts steht.

Schreib nun auf einem weiteren Blatt Papier auf, was dir beim Betrachten des Bildes auffällt. Was empfindest du, welche Gedanken gehen dir durch den Kopf?

Lies die Notizen ein, zwei Tage später noch einmal durch. Was empfindest du jetzt, welche Gedanken kommen jetzt?

Vielleicht hat sich etwas in deiner Sicht auf dich und deinen Körper verändert …

Und vielleicht hast du Lust, dich in den nächsten Tagen mit einigen Stellen deines Körpers näher zu beschäftigen, die bisher nicht so sehr im Fokus lagen.

Ich wünsch dir Freude beim Entdecken.

 

 

Die beiden Bilder sind von Depositphotos lizensiert.

Impuls: die beste Zeit deines Lebens

Was war die beste Zeit deines bisherigen Lebens?

Bevor du loslegst

Lies diesen Beitrag nicht einfach nur und leg ihn dann beiseite. Meine Empfehlung: Mach dir schriftlich Notizen, wenn du die folgenden Fragen beantwortest. Das Aufschreiben hilft dir dabei, konkret und klar zu werden. Außerdem hast du dann schwarz auf weiß, was es an Nährendem in deinem Leben gibt.

Die beste Zeit

Was war die beste Zeit deines bisherigen Lebens?

Falls du jetzt gerade keine Zeit dafür hast: Block dir eine halbe Stunde im Kalender und beschäftige dich dann mit diesen Fragen.

Was war daran so gut? Was waren die Umstände, welche Lebenseinstellung hattest du damals?

Was müsste passieren, damit du (wieder) das Gefühl hast, dass jetzt die beste Zeit deines Lebens ist?

Fehler machen

Warum es ein Fehler ist, keine Fehler machen zu wollen

Fehler gelten als Zeichen von Schwäche – jemand, der Fehler macht, ist nicht gut in dem, was er tut. Denn man darf keine Fehler machen. Und genau diese Einstellung ist einer der größten Fehler, den wir machen können.

Wir Menschen lernen durch Ausprobieren: Wir probieren etwas und schauen, ob es zum Erfolg führt oder nicht. Wenn es funktioniert, machen wir es wieder. Wenn etwas nicht funktioniert, probieren wir etwas anderes (jedenfalls, wenn wir ein anderes Ergebnis bekommen wollen). Also: Trial and Error, Versuch und Irrtum.

Warum sich Kinder so rasend schnell entwickeln

Stell dir vor, du hättest schon als Krabbelkind versucht, auf keinen Fall Fehler zu machen. Wie hättest du dann das Gehen gelernt oder das Sprechen? Kinder probieren und probieren und geben nicht auf. Kein Kind zählt, wie oft es hingefallen ist. Deshalb verläuft die Entwicklung bei Kleinkindern auch so rasend schnell: Sie machen einen Fehler nach dem anderen, lernen daraus und entwickeln sich weiter. In dem Alter machen sie sich noch keine Gedanken darüber, wie doof es aussieht, wenn sie auf den Hintern plumpsen, oder was andere über sie denken. Weiterlesen

Die Kunst, in diesen unsicheren Zeiten nicht den Verstand zu verlieren

Es sind gerade schwierige Zeiten: die Pandemie, die Gefahr einer schweren Erkrankung, die Reaktionen der Politik und die wirtschaftlichen Folgen. All das löst bei vielen Unsicherheit und Ängste aus und führt zu (unfreiwilligem) Rückzug.

Diese 5 Tipps helfen dir, gut durch die unsicheren Zeiten zu kommen und sie aktiv zu gestalten.

1. Ängste und Zweifel sind ganz natürlich

Wir leben in unsicheren Zeiten. Keiner weiß wirklich, wie sich die Pandemie entwickeln wird, wie es wirtschaftlich weitergehen wird, ob wir es noch schaffen werden, den Klimawandel so weit abzumildern, dass die Erde ein lebenswerter Planet für unsere Kinder und Kindeskinder bleibt. Die Wissenschaft führt uns gerade vor Augen, dass sie zu brandneuen Themen nur langsam sichere Erkenntnisse liefern kann, dass das, was gestern noch galt, heute schon wieder überholt sein kann (Was ich nicht als als Kritik an Wissenschaft an sich missverstanden wissen möchte – in ganz vielen Bereichen liefert uns die Wissenschaft zuverlässige Informationen). Weiterlesen

Impuls: dein sicherer Ort

In unsicheren Zeiten brauchen wir – mehr noch als sonst – einen Ort, an dem wir uns sicher fühlen. Einen Ort, an den wir uns zurückziehen können, um durchzuschnaufen, um uns zu sammeln, um zu regenerieren.

Das muss kein realer Ort sein. Ein sicherer Ort in unserer Fantasie kann genauso hilfreich sein, denn den können wir immer dabei haben.

Bevor du loslegst

Lies diesen Beitrag nicht einfach nur und leg ihn dann beiseite. Meine Empfehlung: Mach dir schriftlich Notizen, wenn du die folgenden Fragen beantwortest. Das Aufschreiben hilft dir dabei, konkret und klar zu werden. Außerdem hast du dann schwarz auf weiß, was es an Nährendem in deinem Leben gibt.

Falls du jetzt gerade keine Zeit dafür hast: Block dir eine halbe Stunde im Kalender und beschäftige dich dann mit diesen Fragen.

Dein sicherer Ort

Stell dir einen Ort vor, an dem du dich sicher fühlst. Entweder einen realen Ort oder einen fiktiven.

Wie sieht es an diesem Ort aus? Wie ist das Licht? Welche Geräusche sind da zu hören? Wonach riecht es?

Was macht ihn für dich zu einem sicheren Ort?

Wie kannst du dafür sorgen, dass keine unerwünschte Person und auch sonst kein Wesen deinen Ort entdeckt, wenn du das nicht willst? Kannst du den Ort verbergen? Oder verschließen? Vielleicht gibt es auch einen versteckten Pfad dorthin, den nur du kennst …