Die Kunst, in diesen unsicheren Zeiten nicht den Verstand zu verlieren

Es sind gerade* immer noch schwierige Zeiten: die Pandemie, die Gefahr einer schweren Erkrankung, die Reaktionen der Politik und die wirtschaftlichen Folgen. All das löst bei vielen Unsicherheit und Ängste aus und führt zu (unfreiwilligem) Rückzug.

* Als ich diesen Blogbeitrag im November 2020 schrieb, war mir nicht klar, dass wir ein Jahr später erneut in (fast) der gleichen Scheiße stecken würden, und ich meine nicht nur Corona.

Diese 5 Tipps helfen dir, gut durch die unsicheren Zeiten zu kommen und sie aktiv zu gestalten.

1. Ängste und Zweifel sind ganz natürlich

Wir leben in unsicheren Zeiten. Keiner weiß wirklich, wie sich die Pandemie entwickeln wird, wie es wirtschaftlich weitergehen wird, ob wir es noch schaffen werden, den Klimawandel die Erderwärmung so weit abzumildern, dass die Erde ein lebenswerter Planet für unsere Kinder und Kindeskinder bleibt. Die Wissenschaft führt uns gerade vor Augen, dass sie zu brandneuen Themen nur langsam sichere Erkenntnisse liefern kann, dass das, was gestern noch galt, heute schon wieder überholt sein kann. Das will ich nicht als als Kritik an Wissenschaft an sich missverstanden wissen: In ganz vielen Bereichen liefert uns die Wissenschaft zuverlässige Informationen und Handlungsempfehlungen. Wir müssten nur umsetzen, was sie empfehlen… Weiterlesen

Wenn Deine Fantasie Dich einschränkt

Gestaltgruppe

Wir leben auf zwei Ebenen: auf der Realitätsebene und auf der Fantasieebene. Auf der Realitätsebene sind wir in Kontakt mit unseren Gefühlen und dem, was wir im Inneren und im Außen wahrnehmen. Was wir sehen, hören, spüren, riechen, schmecken und was wir fühlen.

Auf der Fantasieebene interpretieren wir das, was wir wahrnehmen – und unterscheiden oft nicht zwischen der Wahrnehmung und der Fantasie. Da sehen wir jemand, der die Arme vor der Brust verschränkt – und „denken“ sofort, er würde uns ablehnen. Ohne diesen Gedanken zu hinterfragen und ohne unser Gegenüber zu fragen. Dann würden wir vielleicht erfahren, dass es unserem Gegenüber so geht wie einer Frau, die vor einiger Zeit an einem meiner Seminare teilgenommen hatte: Sie saß oft mit verschränkten Armen da, weil ihr so der Rücken weniger weg tat. Oder wir warten tagelang am Telefon und glauben, er oder sie würde sich nicht für uns interessieren – sonst hätte er oder sie doch schon längst angerufen. Und sie bzw. er tut das Gleiche und wartet ebenfalls.

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Wie dir die VW-Regel hilft, konstruktiv mit Vorwürfen umzugehen

Ob in der Partnerschaft, in der Familie oder auch am Arbeitsplatz: Menschen verschwenden viel Zeit und Energie damit, einander Vorwürfe zu machen. Diese Art des Umgangs miteinander ist wenig konstruktiv, oft sogar destruktiv.

Der Witz dabei: Manche der Vorwürfe, die einer von beiden Beteiligten „hört“, sind gar nicht als Vorwurf gemeint. Dennoch reagiert er (oder sie) häufig mehr oder weniger aggressiv auf den vermeintlichen Angriff. Und schon entsteht ein Streit.

Dabei steckt laut Manfred Prior (dem Autor des tollen Büchleins MiniMax-Interventionen) hinter jedem Vorwurf ein Wunsch – daher die Bezeichnung VW-Regel (Vorwurf – Wunsch).

Das schreibt Prior zwar nicht explizit: Aber auch hinter einem Satz, der beim Gegenüber als Vorwurf ankommt, aber nicht als Vorwurf gedacht war, steckt sehr häufig ebenfalls ein Wunsch. Weiterlesen

Selbstakzeptanz

Wie du lernst, dich so sein zu lassen, wie du bist – und dadurch unerwünschtes Verhalten loslässt

Vielleicht kennst du das: Wenn wir ein bestimmtes Verhalten an uns ablehnen und es unbedingt loswerden wollen, dann klappt das – wenn überhaupt – nur kurzzeitig. Und Schwupps ist das unerwünschte Verhalten wieder da. Wir können uns noch so sehr anstrengen, es kommt immer mal wieder – vielleicht seltener, aber es kommt wieder. Ich behaupte sogar: Je heftiger wir etwas an uns ablehnen, desto schwieriger ist es, dieses Verhalten abzulegen.

So paradox es klingt: Nachhaltige und tiefgreifende Veränderungen erreicht man nicht durch Druck, Willenskraft oder Anstrengung, sondern nur über Selbstakzeptanz.

In der Gestalttherapie nennt man das das Paradox der Veränderung. Der Psychotherapeut Carl Rogers hat das so ausgedrückt:

„Wenn ich mich akzeptiere, wie ich bin, dann verändere ich mich.“

Wenn ich das im Coaching oder in Seminaren erkläre, kommt unweigerlich die Frage: „Und wie mache ich das? Ich weiß nicht, wie das geht: Mich so akzeptieren, wie ich bin.“

Selbstakzeptanz ist eine Fähigkeit

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A minute to arrive - Fokussiert

Eine Minute für dich: Wie dir diese Übung hilft, kurz innezuhalten und dich zu sammeln

Kennst du das: Du sitzt in einem Meeting oder führst ein Gespräch mit jemand, bist aber noch nicht wirklich da. Vielleicht bist du in Gedanken noch bei einem Anruf oder einem Erlebnis, das du gerade hattest, oder denkst noch über etwas nach, was du später tun willst. Auf diese Weise bist du nicht präsent und bekommst wahrscheinlich nur zum Teil mit, was dein Gegenüber sagt.

Wir haben unsere Tage oft sehr eng getaktet und hetzen von einem Termin zum nächsten oder haken eine Aufgabe nach der anderen ab. Es gibt schließlich so viel zu tun.

Nur: Damit nehmen wir uns die Möglichkeit, beispielsweise unangenehme Erlebnisse erst einmal zu verdauen oder nach einem ärgerlichen Erlebnis wieder runterzukommen. Umgekehrt geben wir uns oft auch nicht die Zeit, das gute Gefühl zu genießen, dass wir gerade etwas geschafft haben. Auf diese Weise können sich insbesondere negative Emotionen und Anspannung anstauen – wenn wir nicht aufpassen, nehmen wir sie dann von der Arbeit nach Hause mit.

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Heilsames Schreiben: Wie du dich mit Stift und Papier in eine bessere Stimmung bringst

„Ich kann alles abschütteln, während ich schreibe; meine Sorgen verschwinden, mein Mut wird wiedergeboren.“ Schrieb einst Anne Frank.

Tatsächlich kann Schreiben heilsame Wirkung haben. Das Schreiben kann uns helfen, eine düstere Stimmung aufzuhellen. Wir können uns damit in eine positive, erwartungsvolle, freudige Stimmung versetzen. Das Schreiben kann dazu beitragen, Selbstzweifel zu zerstreuen. Und es kann uns den nötigen Schub geben, eine länger aufgeschobene Aufgabe anzupacken.

Das Schöne daran: Schreiben können wir praktisch zu jeder Zeit und zu jedem Ort. Und wir brauchen keine andere Person dazu.

Es ist die einfachste und letztlich auch günstigste Art, unsere Stimmung ins Positive zu wenden und einen großen Schritt nach vorn zu tun.

Inzwischen gibt es eine riesige Auswahl an Schreibübungen. Ich habe drei Übungen für unterschiedlichste Zwecke herausgesucht.

Viel Freude damit – und auch viel Erfolg dabei.

Wenn du ins Tun kommen willst

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Hero's Journal

Wie du mit dem Hero’s Journal deine Ziele motiviert und kreativ umsetzt

Entdecke in diesem Selbstlernkurs, wie du wirklich tickst, wenn es darum geht, deine Pläne zu verwirklichen – und was du verändern kannst, wenn dir das bisher nicht so gut gelungen ist.

Du interessierst dich dafür, wie du mit Hilfe des Hero’s Journal deine Ziele erreichen kannst?

  • weil du dir mehr Zufriedenheit und Sinn in deinem Leben wünschst?
  • weil du gern einen anderen Umgang mit Selbstzweifeln und Ängsten finden möchtest?
  • weil du endlich herausfinden willst, wo es eigentlich hakt bei dir, damit du die Handbremse lösen und endlich durchstarten kannst?

Klarer Rahmen und Raum für Individualität

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Ins Tun kommen

Wie du nach einer Unterbrechung wieder ins Tun kommst

Vielleicht kennst du das: Es läuft gut, du kommst gut voran, dann gibt es eine Unterbrechung oder Störung ― und schon ist der Schwung weg. Und je länger die Pause dauert ― Stunden, Tage, Wochen ―, desto schwieriger ist es, wieder in den Flow zu kommen.

Von deinem Umfeld kommt der gut gemeinte Rat: Hingefallen? Wieder aufstehen, Staub abklopfen (oder Krone richten), weitermachen.

Wenn das klappt: Wunderbar. Falls das nicht klappt, probiere die folgenden Tipps aus.

Tipp 1: dein Warum

Was ist der Grund, aus dem du dich für das Projekt entschieden hast, das darauf wartet, dass du weiter daran arbeitest?

Was versprichst du dir von dem Projekt?

Was wird anders sein, wenn es abgeschlossen ist?

Spricht irgendetwas dagegen, mit dem Projekt weiterzumachen?

Dann los. Weiterlesen