Vielleicht kennst du das: Wenn wir ein bestimmtes Verhalten an uns ablehnen und es unbedingt loswerden wollen, dann klappt das – wenn überhaupt – nur kurzzeitig. Und Schwupps ist das unerwünschte Verhalten wieder da. Wir können uns noch so sehr anstrengen, es kommt immer mal wieder – vielleicht seltener, aber es kommt wieder. Ich behaupte sogar: Je heftiger wir etwas an uns ablehnen, desto schwieriger ist es, dieses Verhalten abzulegen.
So paradox es klingt: Nachhaltige und tiefgreifende Veränderungen erreicht man nicht durch Druck, Willenskraft oder Anstrengung, sondern nur über Selbstakzeptanz.
In der Gestalttherapie nennt man das das Paradox der Veränderung. Der Psychotherapeut Carl Rogers hat das so ausgedrückt:
„Wenn ich mich akzeptiere, wie ich bin, dann verändere ich mich.“
Wenn ich das im Coaching oder in Seminaren erkläre, kommt unweigerlich die Frage: „Und wie mache ich das? Ich weiß nicht, wie das geht: Mich so akzeptieren, wie ich bin.“

