Buchempfehlung: Loslassen – wie du echte emotionale Freiheit gewinnst

Meine Kollegin Heide Liebmann hat kürzlich ein Buch zum Thema Loslassen veröffentlicht, das ich sehr empfehlen kann. Es ist ein kompaktes Mitmach-Buch, in dem Heide 33 Methoden vorstellt, die in bestimmten belastenden Situationen hilfreich sind.

Thematisch gegliedert ist das Buch nach Methoden zu diesen Schwerpunkten:

  • Stress und Anspannung loslassen
  • Erwartungen loslassen
  • Träume loslassen
  • Das alte Selbstbild loslassen
  • Perfektion und Kontrolle loslassen
  • Scham und Schuldgefühle loslassen
  • Trauer und Trennungsschmerz verarbeiten
  • Belastende Erinnerungen loslassen

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Impuls Ressourcen

Impuls: deine Ressourcen bewusst nutzen

Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, was sie alles können, welche Fähigkeiten und positiven Eigenschaften sie haben. In anderen Worten: welche Ressourcen ihnen zur Verfügung stehen. Das, was uns leicht fällt, was wir gut können, finden wir häufig „ganz normal“, gar nicht erwähnenswert. Dabei sind es genau diese Dinge, die uns dahin gebracht haben, wo wir heute stehen.

Und so lange uns nicht bewusst ist, was wir alles „auf dem Kasten haben“, können wir diese Ressourcen nur eingeschränkt nutzen – und uns damit zeigen.

Und genau darum geht es in diesem Beitrag:

  • Welche Ressourcen ― Fähigkeiten, Eigenschaften – hast du überhaupt?
  • Wie kannst du sie ganz bewusst einsetzen?

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Kaizen statt Perfektion

Jacob und ich hatten keinen guten Start miteinander. Bei einer Abendessenrunde hatte uns eine gemeinsame Freundin nebeneinander platziert und uns so vorgestellt: „Das ist Jacob, der größte Perfektionist, den ich kenne. Und das ist Franz, er hat ein Buch geschrieben, in dem er Perfektionisten beibringt, wie sie endlich ein richtiges Leben führen.“[1]

Ich kam gar nicht dazu, zu sagen, dass in meinem Buch für Perfektionisten nicht steht, wie man ein richtiges Leben führt. Jacob war schneller: „Ich brauche keinen Ratgeber, schon gar keinen, der mir empfiehlt, mich mit halben Sachen zufrieden zu geben. Nur wer perfekt ist, ragt aus der grauen Masse heraus und kann Großartiges leisten. Ich gebe immer 150 Prozent, für alles andere ist mir meine Zeit zu schade.“ Er holte tief Luft und legte nach: „Und überhaupt: Wenn Du im OP-Saal liegst, dann willst Du sicher auch, dass der Chirurg perfekt arbeitet.“

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Buchempfehlung: Strandgut-Poesie von Sabine Dinkel

Moin. Du magst schrägen Humor, Bild- und Wortwitz und überraschende Lösungen? Dann auf in den nächsten Buchladen oder den Onlineshop des HAWEWE Verlags und Sabine Dinkels Buch „Strandgut-Poesie“ kaufen.

Du bist immer noch da? Also, gut, dann verrate ich etwas mehr.

Sabine Dinkel ist auf ihren Strandspaziergängen an der dänischen Nordseeküste im letzten Jahr allerlei seltsamen Figuren begegnet. Etwa dem alten Fischer Paule Piepensack, der Piratenbraut Paloma Pegleg, Urenkelin des legendären Flaus Klörtebeker, dem Meeresgrantler Fritze Funzel und der Hula-Hoop-Künstlerin Hoop Peng. Dazu diversen Heulern, Schnepfen und Küstenschutzengeln und…

Wo andere sich auf Strandspaziergängen über den angespülten Müll ärgern und weitergehen, blieb Sabine stehen, schaute genau hin und erkannte, dass sich in den Plastikteilen, Muschelstücken und anderem Zeuch die seltsamsten Wesen verbergen. Bei dem ganzen Wellengeschaukel hatte sich zwar der ein oder andere Arm gelöst, und der Kopf und der Rumpf waren über den Strand verstreut. Sabine sammelte alle Teile ein, nahm sie mit, setzte sie (neu) zusammen und schrieb die Geschichten der Wesen auf. Weiterlesen

Die Besonderheiten von Gestalt-Aufstellungen

„Worin unterscheiden sich Gestalt-Aufstellungen von Familien- oder anderen Aufstellungen?“ Wenn ich eine Frequently-Asked-Questions-Seite einrichten würde, wäre diese Frage ganz oben auf der Liste.

Ich versuche, die Frage erst in einer kurzen und danach in einer ausführlicheren Fassung zu beantworten.

Wichtig dabei: Ich beschreibe meine persönliche Art, Aufstellungen zu leiten. Andere Gestalt-Aufsteller gehen in Nuancen anders vor. Grundsätzlich lassen wir uns aber von unserer Grundhaltung als Gestalttherapeut*innen leiten.

Zu Gestalt-Aufstellungen

Eine Gestalt-Aufstellung ist eine besondere Form der Aufstellung, die von Karin Guhn-Weiß entwickelt wurde (1) und inzwischen von einigen Gestalttherapeut*innen auf der Grundlage des Gestalt-Verständnisses durchgeführt wird. Und genau das führt zu den Unterschieden zu klassischen Familien- und zu systemischen Aufstellungen.

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Gestaltgruppe

Wachsen in einer Gruppe

Was ist eine Gestaltgruppe?

Die Gestaltgruppe ist eine Selbsterfahrungsgruppe. Ziel ist, Dich selbst besser kennenzulernen, genauer zu erforschen, was Deine Bedürfnisse und Deine Werte sind, und welche Mechanismen Dich bisher daran hindern, Deine Lebendigkeit voll und ganz zu leben.

Die Gruppe bietet Dir dafür den Rahmen, trägt und unterstützt Dich durch achtungsvolle Rückmeldungen, und bietet Dir die Möglichkeit, das, was Dich in Deinem Wesenskern ausmacht, in Kontakt zu bringen.

Die Gruppe eignet sich für alle,

  • die ihre (vermeintlichen) Grenzen überwinden und Neues wagen wollen,
  • die an den Themen arbeiten wollen, die sie bewegen,
  • die den Austausch in einer Gruppe als wertvolle Ressource für sich entdeckt haben oder entdecken wollen,
  • die neugierig sind und ausprobieren wollen wie es ist, durch die regelmäßige Teilnahme an einer Gruppe Unterstützung zu bekommen.

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Was ist denn mein Ruf?

Heldenreise - was ist mein Ruf?

„Wie weiß ich denn, was mein Ruf ist? Wie finde ich das heraus?“ Fragen dieser Art bekomme ich in letzter Zeit öfter zu hören, seitdem ich verstärkt von der Heldenreise erzähle.

Was Dein Ruf ist, kannst Du ganz leicht entdecken: Hör hin. Hör genau hin. Dein Ruf ist schon da, Du musst ihn nicht erst suchen.

Ich gehe davon aus, dass jeder von uns einen Ruf hat, einen Grund, auf der Welt zu sein. Und ich gehe davon aus, dass jeder seinen Ruf im Innersten auch kennt.

Nur ist es häufig so, dass etwas in uns den Ruf nicht hören will, also bewusst oder unbewusst weghört.

Den Ruf nicht hören wollen – was heißt das?

Wir haben häufig Angst vor den Konsequenzen. Wenn wir den Ruf ernst nehmen, müssten wir etwas ändern in unserem Leben. Das ist verständlicherweise mit Unsicherheit verbunden: „Ich weiß nicht, was passiert, wenn ich …“

Und wir riskieren Konflikte mit unserer Umwelt. „Wenn ich das mache, kriege ich Ärger mit meiner Familie. Das kann ich bei meinen Freunden nicht bringen, dann gehöre ich nicht mehr dazu. Ich kann doch nicht so egoistisch sein.“

Wenn wir etwas ändern in unserem Leben, verlassen wir die Komfortzone. Und das ist unbequem. Wir haben’s uns doch gerade so gut eingerichtet in unserem Leben. „Der Job passt, die Kinder entwickeln sich gut, die Nachbarn sind nett, …“

Und so mancher Ruf macht uns auch Angst – nicht vor den Konsequenzen, sondern vor unserer eigenen Courage. „Ist das nicht viel zu groß gedacht? Was werden die anderen denken? Werden sie denken, dass ich mich übernehme, dass ich überheblich bin, dass ich das nie im Leben schaffe?“

Die Frage ist: Bist Du bereit, die Konsequenzen zu tragen?

Es hat Konsequenzen, wenn Du Deinem Ruf folgst.
Und es hat Konsequenzen, wenn Du ihm nicht folgst.

Schon die Bremer Stadtmusikanten wussten: Wir haben nichts zu verlieren außer unserer Angst.

 

Das Foto stammt von Golda Falk, via Pixabay.
Autor: Franz Grieser

Der Dämon

Heldenreise - der DämonJeder Held braucht einen Gegenspieler, und zwar einen richtig starken. Was wäre Luke Skywalker ohne Darth Vader? Was wäre Frodo, der Hobbit, ohne Sauron? Was wäre Harry Potter ohne Voldemort?

Ohne einen starken Gegenspieler wären unsere Helden zuhause geblieben, wären Sesselhelden geblieben. Und schon hätten wir keine Abenteuergeschichte mehr.

So wie ein guter Hollywood-Film oder ein packender Abenteuerroman einen Helden und dessen Gegenspieler braucht, braucht auch die Heldenreise einen Helden und seinen Gegenspieler.

Der Dämon in der Heldenreise

Im Fall der Heldenreise nennt man Gegenspieler den Dämon. Anders als in den Hollywood-Filmen und den Romanen oder Märchen ist der Dämon kein zweites eigenständiges Wesen: Es ist ein innerer Anteil, eine Seite des Helden. Und dieser Anteil steht zwischen dem Helden und seinem Traum. Der Dämon verhindert, dass der Held seinem Ruf folgt und seinen Traum in die Wirklichkeit umsetzt – was auch immer der Traum, die Berufung des Helden ist.

Psychologisch gesprochen ist der Dämon der innere Widerstand im Helden, der ihn davon abhält, seinen Traum zu verwirklichen. Häufig ist das die Angst, was passieren könnte, wenn der Held die Sicherheit des Vertrauten aufgibt. Oder die Angst davor, nicht mehr dazu zu gehören, nicht mehr gemocht zu werden, bloßgestellt, ausgelacht zu werden. Oder auch: als Hochstapler hingestellt zu werden.

Der Held lernt seinen Dämon kennen

Meist ist uns dieser innere Anteil nicht oder nur teilweise bewusst. Oft suchen wir uns im Außen etwas, was uns – vermeintlich – daran hindert, unseren Traum zu verwirklichen: Der böse Chef; die Familie, die wir versorgen müssen (und wegen der wir den Job nicht kündigen können); die Erwartungen der Eltern, Partner, Freunde, von …

Aber letztlich ist es ein Teil in uns, der uns zurückhält.

Und diesen Anteil lernt der Held während seiner Heldenreise kennen. Denn, wie schon gesagt: Meist ist dem Held nicht bewusst, wer oder was ihn wirklich bremst. Deshalb erfährt der Held in der Heldenreise, wer sein Gegenspieler ist. Und er erlebt am eigenen Leib, wie viel Macht und Energie dieser Dämon hat – und was an Positivem, Lebendigem und auch Lustvollem im Dämon steckt.

Damit hat der Held einen wichtigen Schritt getan und kann sich nun seinem Dämon in der Konfrontation stellen.

Autor: Franz Grieser
Foto: Ron Riccio, Flickr

Die Stationen der Heldenreise

Der Heldenreise-Zyklus nach RebillotDas Heldenreise-Seminar von Paul Rebillot baut auf der von Joseph Campbell herausgearbeiteten Grundstruktur auf, die Märchen und Mythen auf aller Welt zugrunde liegt, die hero’s journey. Rebillots Heldenreise ist nicht identisch mit der Struktur, die Campbell gefunden hat – dazu mehr am Ende dieses Beitrags.

Zunächst erläutere ich Campbell’s hero’s journey. Und im Anschluss das Hero’s Journal, das ich mit einer Kollegin entwickelt habe.

Die Heldenreise nach Joseph Campbell

Campbell zufolge hat eine typische Heldenreise folgende Stationen: Weiterlesen